Ab geht es mit Llambi und dem Reisechecker

Die neue Show mit Joachim Llambi „Die Reisechecker“ versprach dann doch recht unterhaltsam zu sein bei den vorher gezeigten Ausschnitten und neugierig wie ich immer bin stürzte ich mich in das Vergnügen, ohne genau zu wissen was einen hier erwartet. Allerdings kann man schon aufgrund des Titels mutmaßen, dass es um die Sorgen und Probleme auf Reisen und im Tourismus gehen würde. Verona Poth kam in einem zauberhaft glänzenden Kleid und ebenso glänzenden Haaren in metallic blau. Sie präsentierte „Katalügen“ und bot Aufklärung darin, was Katalogsprache wirklich bedeutet. Hat sie neue Brüste?

„Darf ich du sagen“ fragt Joachim Llambi einen herbeigerufenen Camper, der ihm beim stündlichen Zeltaufbau helfen sollte, um dann hinzuzufügen „sie dürfen auch Herr Llambi sagen“. Auch die Challenge zwischen Camping und Hotel war ganz witzig, sogar Kaya Yanar kam ganz lustig rüber und hatte ein paar lockere Sprüche drauf „die Marke haben wir abgerissen von der Dose“, sagte er und zeigte die Raviolidose ohne dem in Maggi-Form abgerissenen Zeichen.

Reportage über Taschendiebstahl in Rom

Auch die Reportage über Rob Arno und den Gefahren des Taschendiebstahls war ebenfalls unterhaltsam und Christine deckte diesen Part wunderbar ab. Rucksäcke und unbeaufsichtigte Gepäckstücke sind natürlich eine wahre Goldgrube für fiktive, wo die beiden in Rom unterwegs waren. Beliebt sind natürlich gerade Touristen, weil sie immer mit dem Handy unterwegs sind, in Gedanken woanders und mit dem Gepäck beide Hände arbeiten lassen müssen. Spannend war natürlich auch, als sie mit dem alten Stadtplan-Trick ein Handy vom Tisch klauen konnte und so auch dieses Talent unter Beweis stellte. Dabei fällt Meyer eigentlich auch schon wieder eine kleine Abfindung ein, die ich vielleicht mal zum Patent anmelden könnte.

Eigentlich ist ja Joachim Llambi mit dem markanten Doppel-“ L“ am Beginn seines Namens eher als Juror bei Tanz-Shows bekannt, aber als Moderator einer Ratgeber Sendung macht er eigentlich keine so schlechte Figur – er selbst würde sich wohl natürlich in seinem angeborenen Selbstbewusstsein eine zehn geben. Um kurz nach 21 Uhr war dann auch ungewohnter Weise das erste Mal Werbung und so war schon die erste kurzweilige Dreiviertelstunde umgegangen und man war doch eigentlich ganz gespannt auf den zweiten Teil. Vielleicht kommen ja noch ein paar mehr richtige Urlaubsbilder mit blauen Himmel und Palmen, um auch im November ein wenig Urlaubsfeeling während der Sendung „Die Reise-Checker“ zu bekommen?

Als Hotelmanager gute Bewertungen abstauben

Die Geissens dann wurden selbst in der Werbung schnell auf leise gestellt, wenn man bei der Verivox-Werbung nicht schnell genug Weg schaltet, bleibt einem die unvermeidbare Stimme der Frau nicht verborgen und das muss ja nun wirklich sein. Daran merkt man dann doch immer wieder, dass man bei RTL gelandet ist. Nach der Werbung gab es ein paar witzig gemeinte Filmchen, die zum Thema Reisen in irgendeiner Form passen könnten bzw. zu Beziehungsproblemen vor und nach einer großen Fahrt. Dazu noch ein versteckter Kamera gefilmtes Treffen zwischen einem „Hotelmanager“ und einem professionellen Schreiber für Hotelbewertungen. Hierbei konnte man erfahren, dass alles nur eine Frage des Preises ist um entsprechend positive Kommentare zu einem Hotel zu bekommen.

Dann kam noch Angela und erzählte von ihrem Ägypten-Urlaub, um 21:30 Uhr gab es wieder Verbrauchertipps. Die Erlebnisse von der RTL-Angela im Flughafen mit den entstehenden Zusatzkosten und der Rennerei haben mir auch ganz gut gefallen, auf wenn man vieles schon kannte. Trotzdem ist auch dieser Beitrag gelungen, wie es ihr auch gelungen ist, die zusätzlichen Kosten zu senken. Denn die Fluggesellschaften locken immer mit günstigen Angeboten, um dann später für jede einzelne Extraleistung wieder Geld zu verdienen. Angela hatte genauso wie die Verona und die Christine ein wunderschönes Outfit an, das fiel in diesem Fall wirklich positiv auf und die Männer mit Kaya und Joachim hielten sich nur in den Farben gedeckt in dunkel. Eigentlich waren alle Gäste und der Moderator in einem auffällig dunklen Outfit unterwegs, vielleicht haben ja die Gäste in der nächsten Sendung mal passenderweise ein Hawaii-Hemd an?

Mit Mirja Boes ins Duell – ein kleiner Höhepunkt

Mirja Boes trat dann noch im Duell gegen Joachim Llambi an, wer in Paris am wenigsten Geld ausgibt und die bevorstehenden Aufgaben trotzdem erfüllt. Während Mirja mit „Meinfernbus“ in die Stadt der Liebe fährt, bevorzugt der Moderator die Anreise mit dem Zug und beide filmen ihre Erlebnisse und die entstehenden Kosten auf Reisen in vergnüglicher Weise. Für 0,50 € holt der alte Geizhals einen Plastik-Eiffelturm und beschämt sicherlich dadurch den Beschenkten, während die Boes immer noch mit dem grünen Omnibus auf großer Fahrt ist. Dafür hat sie als Trophäe für 0,0 € einen wohl noch kleineren Eiffelturm bekommen von einem Straßenhändler. Der Bulle war natürlich die Pointe, als sich beide in der gleichen Absteige wieder fanden. Wurde nur noch getoppt von dem Gesicht, nach der Freude des Herunterhandelns für ein zu kaufendes Produkt und dann findet sie eine Ecke weiter die Baskenmütze noch mal ein paar Euro günstiger. Herrlich.

Diese Challenge hat am Ende Mirja gewonnen, aber den Zuschauer dürfte das eigentlich egal sein. Denn alle durften sich als Gewinner fühlen, die dieser Show beigewohnt oder zugeschaut haben – letztendlich ging es um ein relativ leichtes Thema Urlaub, damit verbindet jeder positive Emotionen und vielleicht war es deswegen auch etwas einfacher für Joachim Llambi, denn Material genug dürfte es auch bei eventuell folgenden Shows geben. Da ja schon alle einmal irgendwelche Erfahrungen auf Reisen gemacht haben – hier ist also noch einiges möglich. Die Show „Die Reisechecker“ ist also für mich eine gelungene Abend Unterhaltung gewesen, die leicht war und trotzdem auch zum Nachdenken anregte bindest es wurde das ganze Potpourri aus positivem und negativem geboten und durch die Gäste kam auch eine gewisse Frische auf.


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